Grenzen der Osteopathie

- eine manuelle Behandlungsform


Mir ist wichtig hervorzuheben, dass die Osteopathie als Behandlungsmethode nur dann herangezogen werden kann, wenn die Funktion gestört, jedoch nicht zerstört ist.
Alle Beschwerden bei denen Gewebestrukturen unwiderruflich zerstört wurden, setzen der Osteopathie Grenzen: z.B. bei einem Schlaganfall, bei dem Nervengewebe zerstört wurde, kann die Behandlung nur eine Begleittherapie sein! Oder bei einem von Arthrose betroffenen Gelenk kann der Verlust von Gelenkknorpel nicht wieder aufgehoben, aber ein Großteil der schmerzhaften Auswirkungen gemildert werden.

 

Es gibt eine ganze Reihe von Krankheitsbildern und Situationen, in denen nicht osteopathisch gearbeitet werden sollte, z.B. bei

 

  • Akuten entzündlichen Organerkrankungen
  • Hirntumoren
  • Schweren psychiatrischen Erkrankungen
  • Nieren- und Gallensteinen
  • Implantierten Fremdkörpern wie z.B. Herzschrittmacher

 

 

Behandlungsverlauf

Die Anzahl der Behandlungen richtet sich nach dem Beschwerdebild jedes Menschens, z.B. danach, ob eine akute oder eine chronische Erkrankung vorliegt und in welchem Maß der jeweilige Körper in der Lage ist, die Anstöße der Behandlung zu verarbeiten, um die Selbstregulation anzuregen. Hier hat jeder Organismus sein ganz eigenes Tempo!
In der Regel werden zunächst 3 - 5 Behandlungen eingeplant. Danach lässt sich oft abschätzen, ob und in welchen Umfang weitere Behandlungen nötig und ob auch zusätzliche Maßnahmen anzuraten sind.


Osteopathie schließt die Anwendung anderer Therapieformen (schulmedizinischer, zahnheilkundlicher, psychotherapeutischer, naturheilkundlicher ..) nicht aus. Zu beachten ist jedoch, dass keine Überstimulation des Körpers stattfinden darf. Die Behandlungsansätze sollten die gleichen Ziele verfolgen. Hier kann es nötig sein, eng mit anderen Therapeuten zusammenzuarbeiten. Sprechen Sie mich einfach an.
 
Bei akuten Geschehen können die Behandlungen im wöchentlichen Rhythmus nötig sein, bei chronischen Erkrankungen meist im Abstand von ca. 3 - 5 Wochen, später auch im Abstand von 4 - 8 Wochen.
Nach Abklingen von Beschwerden wird die Behandlung erfahrungsgemäß gerne als Präventivunterstützung der Gesundheit  genutzt.

 

Osteopathische Behandlung kann in jedem Alter unterstützen. Die Wahl der eingesetzten Techniken richtet sich nach dem Zustand der jeweiligen Gewebestruktur und der individuellen Konstitution des Patienten.